Dow Jones Europa Aktuell

Teaserbild 'Dow Jones Europa Aktuell'"Dow Jones Europa Aktuell" informiert börsentäglich über die Entwicklungen der EU-Politik. 

Im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen die Europäischen Institutionen in Brüssel, Luxemburg und Straßburg - immer mit einem besonderen Fokus auf den wirtschaftlichen Aspekten, ob Finanz- und Energiemärkte, Handels-, Agrar- und Umweltpolitik oder die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs.

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Moody\'s-Analyst: Schlimmste der EU-Schuldenkrise wohl vorüber

SYDNEY (Dow Jones)--Die europäische Staatsschuldenkrise könnte nach Einschätzung eines Moody\'s-Analysten vielleicht bald ausgestanden sein, da sich allmählich wieder Zuversicht breit mache. "Die Märkte zeigen sich wieder zuversichtlicher. Es geht nicht sehr schnell voran, aber das Gröbste ist vielleicht schon überstanden", sagte Steve Hess, der bei Moody\'s für Staatsanleihen zuständig ist, am Donnerstag zu Dow Jones. Einige europäische Länder aber litten immer noch unter Problemen im Zusammenhang mit den hohen Staatsdefiziten.

In den vergangenen Monaten hatten hoch verschuldete Länder mit wachsenden Haushaltsdefiziten und steigenden Finanzierungskosten zu kämpfen. Die Europäische Union reagierte darauf mit beispiellosen Garantien: Das so genannte Euro-Rettungspaket sieht insgesamt Kredite für angeschlagene Länder von bis zu 750 Mrd EUR vor.

Obwohl nach Aussage des Moody\'s-Analysten das Schlimmste anscheinend überstanden ist, stehen Länder wie Spanien nach wie vor unter genauer Beobachtung. "Spanien scheint immer noch zu schwächeln, und wir können eine Abstufung (der Kreditwürdigkeit des Landes) nicht ausschließen. Auch einige andere Länder stehen unter Beobachtung, aber die Staatschuldenkrise, wie sie in Europa genannt wird, ist vielleicht schon auf dem Wege der Besserung."

Der Analyst warnte allerdings, dass der Ausblick alles andere als sicher sei. "Allgemein glaube ich, dass sich die Stimmung verbessert, aber es ist noch sehr früh, sich ein Urteil darüber zu erlauben", sagte Hess.

DJG/DJN/mle/kth/29.7.2010

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